Die intensive Landwirtschaft, die Flurbereinigung und die Entwässerung der Landschaft entziehen ihm die Lebensgrundlagen. Eine Storchenfamilie benötigt in der Nähe ihres Nestes etwa 200 Hektar Feuchtwiesen. Gab es früher Dörfer mit 50 Storchenpaaren, sind heute die Störche in manchen Gebieten ganz verschwunden.
Um sie wieder zurückzuholen, engagieren sich viele BUND-Gruppen bei der Renaturierung von Feuchtgrünland und dessen extensiver Bewirtschaftung. In Hamburg hat der BUND eine Storchenwiese gekauft, bewässert und pflegt sie.
Das „Storchenland Bodensee“ ist das wohl ehrgeizigste Storchenprojekt, in dem sich der BUND engagiert. Hier sollen Dauergrünland und Flüsse am Alpenrhein und in Anliegerstaaten erhalten oder renaturiert werden. Das ist Mittel zum Zweck, um die vorhandene Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten und verloren gegangene Arten zurückzugewinnen. Das Projektgebiet umfasst vier Staaten: Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Deutschland.
Ein internationales Interreg-Projekt für Störche und viele andere Arten dient seit Mai 2005 dem Schutz der Feuchtwiesen zwischen Alpenrhein und Donau.