BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Der kleine Steinkauz wiegt mit ca. 180 g kaum weniger als zwei Tafeln Schokolade. Die hellen "Augenbrauen" verleihen ihm seinen typischen Gesichtsausdruck. Aus munteren gelben Augen mustert er sein Gegenüber eindringlich.
In unserer Kulturlandschaft bewohnt der Steinkauz extensiv genutzte Wiesen und Weiden, die durch Zäune und Hecken strukturiert sind, Kopfbaumbestände und Obstwiesen.
Der Steinkauz braucht Brutplätze und Tageseinstände in Form von Höhlen, zur Jagd benötigt er Flächen mit ganzjährig niedriger Vegetation und einen erhöhten Sitz, von denen aus er nach Beute Ausschau halten kann. Die Erhaltung dieser Strukturen als Lebensraum spielt die wichtigste Rolle beim Schutz des Steinkauzes.
Viele BUND-Gruppen engagieren sich für den Steinkauz, z.B. durch die Pflege von Streuobstwiesen und durch die Schaffung von künstlichen Brutmöglichkeiten, wenn es zu wenige Baumbestände mit Höhlen gibt. So bringen z.B. der BUND Flörsheim (Hessen), der BUND Grafschaft-Bentheim (Niedersachsen) und der BUND Mühlacker (Baden-Württemberg) selbst gebaute Brutröhren an und haben damit gute Erfolge.
Viele BUND-Gruppen kümmern sich intensiv um noch erhaltene Streuobstwiesen und pflegen diese als Lebensraum von Steinkauz und vielen anderen Tieren. Auch die von vielen BUND-Gruppen durchgeführte Pflege von Kopfweiden kommt dem Steinkauz zugute.