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Von Eulen, Käuzchen und Uhus

Uhu, Foto: www.pixelio.de

Fast alle europäischen Eulenarten sind in ihrem Bestand mehr oder weniger stark gefährdet, die Sumpfohreule ist in vielen Gebieten sogar vom Aussterben bedroht. Eine Ausnahme bildet der anpassungsfähige Waldkauz.

Hauptproblem für die Eulen sind die Veränderungen der Kulturlandschaft, die ihnen die Lebensgrundlage entziehen. Einerseits fehlt es den nächtlichen Jägern in den eintönigen Monokulturen an Nahrung, andererseits gibt es nicht mehr genug geeignete Brutstätten. Da die einzelnen Eulenarten aus unterschiedlichen Gründen gefährdet sind, sind auch jeweils individuell angepasste Schutzmaßnahmen notwendig.

Und hier werden unsere BUND-Gruppen aktiv: Sie schützen Streuobstwiesen für den Steinkauz, sie erhalten Dachböden, Scheunen und Kirchtürme für die Schleiereule und sie schaffen Nistkästen für Rauhfuß- und Sperlingskauz im Wald. Außerdem engagieren sich die BUND-Gruppen für einen naturnahen Waldbau und eine andere, bessere Landbewirtschaftung; das bedeutet z.B.: mehr Unkrautfluren auf Brachflächen und weniger Dünger auf Feucht- und Magerwiesen. Auch eine abwechslungsreiche, strukturierte Landschaft durch die Pflanzung von Hecken, Kopfweiden und Alleen hilft einigen Eulenarten.

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Material

Steinkauz

Steinkauz auf Ast

Der kleine Steinkauz wiegt mit ca. 180 g kaum weniger als zwei Tafeln Schokolade. Die hellen "Augenbrauen" verleihen ihm seinen typischen Gesichtsausdruck. Aus munteren gelben Augen mustert er sein Gegenüber eindringlich.

In unserer Kulturlandschaft bewohnt der Steinkauz extensiv genutzte Wiesen und Weiden, die durch Zäune und Hecken strukturiert sind, Kopfbaumbestände und Obstwiesen.

Der Steinkauz braucht Brutplätze und Tageseinstände in Form von Höhlen, zur Jagd benötigt er Flächen mit ganzjährig niedriger Vegetation und einen erhöhten Sitz, von denen aus er nach Beute Ausschau halten kann. Die Erhaltung dieser Strukturen als Lebensraum spielt die wichtigste Rolle beim Schutz des Steinkauzes.

Viele BUND-Gruppen engagieren sich für den Steinkauz, z.B. durch die Pflege von Streuobstwiesen und durch die Schaffung von künstlichen Brutmöglichkeiten, wenn es zu wenige Baumbestände mit Höhlen gibt. So bringen z.B. der BUND Flörsheim (Hessen), der BUND Grafschaft-Bentheim (Niedersachsen) und der BUND Mühlacker (Baden-Württemberg) selbst gebaute Brutröhren an und haben damit gute Erfolge.

Viele BUND-Gruppen kümmern sich intensiv um noch erhaltene Streuobstwiesen und pflegen diese als Lebensraum von Steinkauz und vielen anderen Tieren. Auch die von vielen BUND-Gruppen durchgeführte Pflege von Kopfweiden kommt dem Steinkauz zugute.

Links zu Streuobstwiesen-Projekten des BUND



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