Der Eisvogel gehört sicher zu den auffälligsten unserer Vögel. Sein bunt schillerndes Gefieder und der lange, spitze Schnabel machen ihn unverwechselbar. Doch obwohl er so markant ist, braucht es doppeltes Glück, um ihn zu beobachten: Denn zum einen ist der Eisvogel ein scheues Tier und ein sehr schneller Flieger, zum anderen wird er immer seltener.
Eine wesentliche Ursache für den Rückgang des Eisvogels: Er findet kaum noch passende Brutplätze. Die notwendigen natürlichen Gewässerläufe mit Steilhängen verschwinden zusehends aus der Landschaft: Geschotterte Ufer und betonierte Wasserkanten sind eine große Bedrohung, denn Eisvögel graben sich meterlange Nisthöhlen in lehmige Uferböschungen. Aber auch die Verschmutzung der Gewässer setzt dem Vogel sehr zu.
Um der bedrohten Art zu helfen, sind BUND-Aktive vielerorts dabei, Flussläufe zu renaturieren, Ufer neu zu bepflanzen oder natürliche Abbruchkanten für Eisvögel „bewohnbar“ zu machen. Auch auf politischer Ebene setzt sich der BUND für die Renaturierung von Gewässern ein. Wo die natürlichen Voraussetzungen nicht mehr ausreichen, haben BUND-Gruppen auch mit speziellen Brutcontainern gute Erfahrungen gemacht.
Die aufwändige Arbeit der BUND-Freiwilligen war schon vielerorts erfolgreich.