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Ein Rettungsnetz für die Wildkatze

Noch gibt es sie. Doch weil sie tagsüber meist schlafen und nachts jagen, bekommt sie kaum jemand zu Gesicht. Dazu kommt: Wildkatzen sind sehr scheu und halten sich vor allem in naturnahen Wäldern auf. Die Chance, einer Wildkatze bei einem Waldspaziergang zu begegnen, ist deshalb sehr gering.

Sie gehören zu den letzten Raubkatzen Europas. Bis in die jüngste Zeit waren Wildkatzen in den Waldlandschaften Mitteleuropas noch weit verbreitet, hier haben sie seit Jahrtausenden gelebt.

Drei Wildkatzen, Fotos: T. Stephan, BUND Thüringen

Seit einigen Jahrzehnten befinden sie sich jedoch auf dem Rückzug. Offensichtlich haben die Wildkatzen es bisher nicht geschafft, sich an die Bedingungen der modernen Kulturlandschaft anzupassen. Der Bestand der Tiere geht vor allem durch die zunehmende Bebauung der Landschaft zurück. Straßen, Bahnlinien und Siedlungen engen ihren Lebensraum immer weiter ein. Nackte, ausgeräumte Landschaften bieten den scheuen Tieren keine Deckung.

Untersuchungen zeigen, dass schon deckungslose Streifen von wenigen hundert Metern Breite die Katzen daran hindern, in andere Reviere zu wechseln. Die Zahl der in Deutschland lebenden Wildkatzen ist inzwischen von mehreren Zehntausend auf 3.000 – 5.000 Tiere zurückgegangen. Die Wildkatze gilt daher in Deutschland als vom Aussterben bedroht.

Der BUND setzt sich für die letzten noch frei lebenden Wildkatzen ein. Sogenannte Grünbrücken und Durchlässe an den Straßen, Gehölzstreifen entlang der Feldränder und Waldinseln sollen die Lebensräume in einem großräumigen Biotopverbund länderübergreifend miteinander vernetzen.

Hier erfahren Sie mehr über das Rettungsnetz für die Wildkatze.



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