BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Hilfe für den Igel

Igel auf Wiese, Foto: www.pixelio.de

Wird bei uns vom Igel gesprochen, ist der Europäische bzw. Braunbrustigel gemeint. Obwohl der Igel ein Wildtier ist, hält er sich gerne in menschlicher Umgebung auf. So begegnet man ihm in Gärten, auf Streuobstwiesen oder in Parks. Typisches Merkmal sind die Stacheln. Die Legende, dass Igel ihre Nahrung auf den Stacheln transportieren, stimmt übrigens nicht. Findet man Blätter oder Früchte auf den Tieren, handelt es sich um Ballast, den sie unabsichtlich aufgenommen haben.

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Igel eine besonders geschützte Tierart. Auch wenn man ihn in etlichen Gegenden noch öfter antreffen kann, so ist er doch gefährdet. Geeignete Lebensräume gehen durch die Intensivierung der Landwirtschaft, die Rodung von Hecken und die Umwandlung naturnaher Wälder in strukturarme Forste immer mehr verloren. Straßen zerschneiden die Landschaft, und geeignete Lebensräume werden dadurch voneinander isoliert. Außerdem fällt eine Million Igel jährlich dem Straßenverkehr zum Opfer.

Ab Ende Oktober / Mitte November halten Igel Winterschlaf. Dafür benötigen sie frostfreie Überwinterungsplätze. In den für die heutige Zeit typischen „sauberen" Gärten ist es oft unmöglich, geeignete Überlebensräume zu finden. Helfen können Sie den kleinen Stacheltieren, indem Sie in Ihrem Garten Kompost-, Laub- und Reisighaufen oder Holzstapel anlegen.

Quelle: http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/artenschutz/saeugetiere/igel/