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Brücken für den Fischotter

Fischotter, Foto: www.pixelio.de

Wurden die Otter früher noch wegen ihres dichten Felles zu Tausenden getötet, so ist es heute die Zerstörung ihrer Lebensräume, die sie in wachsende Gefahr bringt. Sie gehören zu den am stärksten bedrohten Säugetieren in Deutschland. In vielen Teilen Europas sind sie bereits ausgestorben.

Die Ursachen liegen auf der Hand: die Vergiftung sowie die Kanalisierung von Flüssen, die Trockenlegung von Feuchtgebieten und die Zerschneidung der Otterlebensräume durch Straßen: Über 200 Tiere sterben jährlich bei dem Versuch, die Straßen zu überqueren. Auch in Fischreusen verenden Dutzende Otter qualvoll.

In Oberfranken hat das Bayerische Landesamt für Umwelt jetzt Alarm geschlagen: Eine Otterzählung in der Region brachte ans Licht, dass die Zuwanderung von Artgenossen aus dem benachbarten Tschechien praktisch zum Erliegen gekommen ist. Mittlerweile leben in Oberfranken nur noch höchstens 30 Tiere. Und der Bestand schrumpft weiter, denn immer wieder fallen die Otter auf ihren Wanderungen Autos zum Opfer.

Nur in wenigen Regionen Deutschlands sind Fischotter überhaupt noch anzutreffen. Neben Brandenburg ist vor allem Mecklenburg-Vorpommern heute noch „Otterland“.

Doch es gibt Möglichkeiten, den Tieren das Überleben zu sichern. In ihrer Freizeit sind BUND-Aktive viele hundert Stunden im Jahr für den Schutz der Fischotter unterwegs. So schafft beispielsweise der Arbeitskreis Fischotterschutz Neubrandenburg Verbindungen zwischen isolierten Lebensräumen und sorgt so für sichere Übergänge an verkehrsreichen Straßen. Bei den Fischern wirbt er für „otterfreundliche“ Reusen.

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