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Die Rückkehr des Bibers

Biber (Castor fiber), Foto: U. Brütting
Foto: U. Brütting

Als größtes Nagetier Europas ist der Biber perfekt für ein Leben am und im Wasser ausgestattet: spindelförmiger Körper, breiter, abgeplatteter und beschuppter Schwanz und Schwimmhäute zwischen den Krallen.

War ein Biber am Werk, ist das besonders gut an den sanduhrenförmigen Nagespuren zu erkennen, die er in den Bäumen hinterlässt. Mit ihren teilweise sehr eindrucksvollen Dammbauten können Biber sogar kleinere Fließgewässer anstauen oder ganze Teiche anlegen.

Lange Zeit stellte man den Tieren wegen der Schäden nach, die sie an Bäumen und Ufern hinterlassen. Auch das so genannte Bibergeil, ein Drüsensekret, dem in der Volksmedizin wundersame Heilkräfte zugesprochen wurden, war ein Grund für ihre Verfolgung. Biberfleisch galt früher als Fastenspeise, da die katholische Kirche die Nager wegen ihres geschuppten Schwanzes zu den Fischen zählte. Auch wegen ihres wertvollen Felles wurden sie stark bejagt. Dies alles führte dazu, dass der Biber schon im 19. Jahrhundert in Europa fast ganz verschwunden war. In Deutschland haben nur wenige Exemplare an der Elbe überlebt.

Der BUND startete bereits in den 60er Jahre erste Wiederansiedlungsprogramme für den Biber. Mit der Genehmigung der Behörden und Unterstützung vieler Ehrenamtlicher wurden in 1.500 bayerischen Biberrevieren insgesamt etwa 6.000 Tiere wiederangesiedelt. Von dort aus kehrten in den letzten 15 Jahren auch ca. 700 Biber nach Baden-Württemberg zurück.

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