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Juwelen der Lüfte

Libelle, Foto: www.pixelio.de

Libellen tragen viele Namen im Volksmund: So werden sie in manchen Sprachen umgangssprachlich als Hubschrauber bezeichnet, denn sie können nicht nur ausgezeichnet fliegen, sondern auch auf der Stelle stehen und wenden. In Italien wird die Libelle auch Hammerfisch genannt.

Leider sind inzwischen 42 von 70 Libellenarten in Deutschland bedroht. Wie so oft ist es der Verlust ihres Lebensraumes, der den meisten Libellen zu schaffen macht. Da sie die weitaus längste Zeit als Larve im Wasser verbringen, sind Libellen auf saubere und möglichst natürliche Gewässer angewiesen. Wo der Grundwasserspiegel absinkt und Hochmoore entwässert werden, wo Gewässer verschmutzt, Bachläufe begradigt und befestigt oder Tümpel aufgefüllt werden, sterben viele Arten aus.

Zahlreiche BUND-Gruppen setzen sich für den Schutz von Libellen ein. Sie renaturieren Bäche oder Auen und setzen sich für eine Verbesserung der Wassergüte ein. Sie überzeugen Landwirte und Behörden, nicht bis an den Rand von Gewässern zu mähen, vor allem nicht während der Hauptflugzeit der Libellen im Juni und Juli. Und sie werben dafür, Gewässer nicht künstlich mit Fischen zu besetzen.

Links

Wenn Sie Fragen zum Thema Libellen haben, steht Ihnen der Libellenexperte Eckhard von Holdt aus der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz (BUND Niedersachsen) mit Rat und Tat zur Seite: Mailen Sie ihm oder rufen Sie an: 05 11 / 2 13 50 99.

Die Arbeitsgemeinschaft für praktischen Naturschutz vom BUND Bremen setzt sich mit praktischen Arbeiten in der Natur für das Überleben bedrohter Tier- und Pflanzenarten ein. Neben den regelmäßig stattfindenden Pflegeeinsätzen spielt auch das Beisammensein in der BUND-Gruppe eine große Rolle. Da es nie an Arbeit mangelt, sind tatkräftige Mitstreiterinnen und Mitstreiter (auch, um nur mal reinzuschnuppern) stets willkommen. Kontakt: Siggi Eisend, Tel. 04 21 / 3 78 03 85.

Die Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu vom Bund Naturschutz kümmert sich seit Jahren engagiert um die Renaturierung des Werdensteiner Mooses. Die Hochmoor-Mosaikjungfer, die Große Moosjungfer und die Arktische Smaragdlibelle haben hier ein neues Zuhause gefunden. Als zentraler Baustein der Allgäuer Moorlandschaft hat sich das Werdensteiner Moos so den Status eines europäischen FFH-Schutzgebietes erworben. Kontakt: Björn Reichelt, Heinrichgasse 8, 87435 Kempten, Tel. 08 31 / 1 51 11.

Die Kreisgruppe München engagiert sich zusammen mit den Umweltbehörden für den Schutz der Libellen. Für alle, die Lust haben, mehr für diese bedrohte Spezies zu tun, gibt der Libellen-Flyer viele Tipps.



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