Sie befinden sich hier:

Kein Grund zur Panik: Wespen sind meist harmlos

Etwa 630 Wespenarten gibt es in Deutschland. Manche sind nur wenige Millimeter groß, andere fast so groß wie eine Hummel. Manche schimmern metallisch, andere besitzen einen dichten Pelz. Das Aussehen und die jeweilige Lebensweise sind sehr verschieden. So gibt es beispielsweise Wespen, die einzeln leben und für ihre Larve Brutzellen aus Lehm bauen (Töpferwespen).

Wespe auf Blume, Foto: www.pixelio.de

Andere Arten graben Hohlräume in Lehm- oder Lößwände, in denen Brutkammern angelegt werden. Die Grabwespen dagegen bauen ihre Nester unter der Erde. Immer wieder verschwindet die Wespe dabei im Boden und kommt wenige Sekunden später voll beladen mit Sand und Steinchen blitzschnell rückwärts wieder hervor. Der Sand wird in kurzer Entfernung abgeworfen. Nach ca. zwei Stunden ist die Röhre fertiggestellt und wird mit einem passenden Stein verschlossen und mit etwas Sand bzw. kleineren Steinen getarnt. In das Nest werden dann gelähmte Opfertiere gebracht, die den Larven als Nahrung dienen.

Lästig werden dem Menschen – wenn überhaupt – nur zwei Wespenarten, und zwar die „Gewöhnliche Wespe“ und die „Deutsche Wespe“. Ruhige, langsame Bewegungen und ein paar Vorsichtsmaßnahmen reichen in der Regel aus, um sich vor Stichen zu schützen.

Ein kleiner Wespenstaat vertilgt bis zu 3.000 Fliegen, Mücken, Raupen, Motten, Spinnen und andere Kleintiere pro Tag. Wespen leben nur einen Sommer lang. Im Herbst verlassen sie ihr kunstvoll aus kleingekautem Holz und Speichel gebautes Nest und sterben. Nur die jungen Königinnen suchen sich eine geschützte Unterkunft, um im folgenden Jahr einen neuen Wespenstaat zu gründen.

BUND-Gruppen beraten über den Umgang mit Wespen, geben Tipps zum Bau von Wespenkästen und helfen, wenn es Probleme mit Wespen gibt.

Links

Material



Suche

Metanavigation: