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Hornissen: Besser als ihr Ruf

Hornissennest, Foto: H. Heidecke
Foto: H. Heidecke

Der Aberglaube lässt sie als wahre Monster erscheinen: Drei Hornissenstiche töten einen Menschen, sieben ein Pferd. Doch das sind Märchen. Ein Hornissenstich ist nicht gefährlicher als ein Wespen- oder Bienenstich. Nur für Allergiker besteht besondere Gefahr.

Ein Hornissenvolk verspeist täglich bis zu ein halbes Kilogramm Mücken, Fliegen, Käfer und sogar andere Wespen.

Wie auch die übrigen Wespenarten bilden Hornissen einjährige Insektenstaaten, das heißt, die Völker werden im Frühjahr von einer im Vorjahr geborenen Königin gebildet und sterben im Herbst.

Ursprünglich lebten Hornissen in artenreichen Mischwäldern, Auwäldern und parkähnlichen Landschaften mit großen alten Eichen, Eschen oder Birken. In diese mächtigen Bäume bauen sie ihre Nester, wenn Hohlräume vorhanden sind. Hornissen ernähren sich von Baumsäften, von Fallobst im Herbst und von Insekten. Da es im Wald nicht mehr genügend Nistplätze gibt, weichen die Tiere vermehrt auf menschliche Behausungen aus. Hier wird praktisch jeder Hohlraum genutzt, ob auf dem Dachboden oder in der Scheune. Selbst in Erdlöchern findet man ihre Nester.

Zum Schutz dieser leider bedrohten Tiere haben verschiedene BUND-Gruppen Hornissenfachberatungen eingerichtet, z.B. der BUND Thüringen. Die Beratung soll dazu beitragen, die Hornissen zu schützen, Menschen über Hornissen aufzuklären und ihnen im Umgang mit Hornissen zu helfen.

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