Aussehen: Die Haut ist glatt und glänzend mit schwach ausgebildeten, beim Weibchen rötlich gepunkteten Warzen. Knoblauchkröten sind auf der Oberseite grau-braun mit dunklen Flecken, auf der Unterseite grau-weiß. Die Männchen werden bis 6,5 cm, Weibchen bis 8 cm groß. Die Augen stehen auffällig hervor, haben senkrechte Pupillen und eine gold- bis kupferfarbene Iris. Zwischen den Augen erhebt sich eine Kopfbeule. An den Hinterfüßen finden sich Schwimmhäute und eine verhornte Grabkante an der kleinsten Zehe. Die Männchen haben keine Schallblase.
Vorkommen: Die Knoblauchkröte braucht lockere, sandige Böden im offenen Flachland, in Flussniederungen oder sandigen Ackern. Zum Laichen benötigt sie flaches, sonniges und vegetationsarmes Gelände (zum Beispiel Teiche, Tümpel oder Gräben). Ihr westlichstes Verbreitungsgebiet in Deutschland ist Hessen.
Lebensweise: Knoblauchkröten sind nachtaktiv, vor allem bei feuchtwarmer Witterung. Tagsüber und zur Winterruhe vergraben sie sich bis zu einem Meter tief im Boden.
Entwicklung: Die Laichzeit dauert von Ende März bis Ende Mai, manchmal sogar bis August. Der Laich besteht aus 1.000 Eiern in 15-30 cm langen Schnüren, die in mehrfaserigen "Würsten" zusammengefasst sind. Einzelne Eier haben einen Durchmesser von 12-15 mm und sind grau oder braun gefärbt. Die Kaulquappen sind 12 cm, maximal 20 cm, lang. Die Entwicklung zur ausgewachsenen Kröte dauert oft über ein Jahr.
Rufe: Der Lockruf des Männchen ist – auch unter Wasser –ein leises, kurz abgesetztes "Wock-Wock-Wock" bzw. "K’lock-K’lock-K’lock" in rascher Folge. Weibchen dagegen grunzen oder geben ein rauh kratzendes "Tock-Tock-Tock" von sich. Der Alarmruf beider Geschlechter ist ein "gellender" Schrei, ähnlich dem eines Käuzchens.
Gefährdung: Durch die Bebauung von Flächen und durch die Intensivierung der Landwirtschaft (insbesondere durch Düngung und Chemieeinsatz) sind die Knoblauchkröten stark gefährdet; auch ihre Laichgewässer werden vernichtet. Bundesweit sind sie, wie alle heimischen Amphibienarten, streng geschützt.
Besonderes: Bei Gefahr gräbt sie sich blitzschnell mit den Grabkanten an ihren Zehen im Boden ein. Wenn das nicht gelingt, bläst sie sich auf. Im äußersten Fall springt sie ihre Gegner an, stößt knarrende Töne aus und gibt ein nach Knoblauch riechendes Sekret ab, dem sie ihren Namen verdankt. Die Kaulquappen der Knoblauchkröte sind die längsten unter allen heimischen Amphibienarten.
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