Die Welt der Amphibien, zu der etwa 3.000 Arten weltweit gehören, wird in drei Ordnungen unterteilt: in die Blindwühlen, Schwanzlurche und Froschlurche. Nur die beiden letzteren sind bei uns in Deutschland heimisch. Von den Schwanzlurchen und Froschlurchen gibt es insgesamt 21 heimische Arten, die sechs unterschiedlichen Familien angehören.

- Foto: W. Willner
Schwanzlurche besitzen einen langgestreckten Körper, einen Schwanz, kurze Beine und bewegen sich schlängelnd fort. Zu ihnen gehört die Familie der Salamander und die Familie der Wassermolche. Die Larven der Schwanzlurche sind Fleischfresser. Die Befruchtung erfolgt innerlich über einen Samenträger, der von den Weibchen abgegeben wird.
Die Salamander sind vorwiegend landbewohnend. Wassermolche sind eher dem Wasser zugewandt, sie tragen aber eine Land- und eine Wassertracht, mit der sie sich physiologisch ihrer Umgebung anpassen. Zur besseren Fortbewegung im Wasser haben sie einen zur Laichzeit gebildeten Kamm oder Saum und Schwimmhäute.
Die Froschlurche besitzen keinen Schwanz und längere Hinterbeine, die meist zum Hüpfen eingesetzt werden. Es gibt bei uns 14 verschiedene Arten. Charakteristisch ist das Stimmorgan, das bei einigen Arten durch Schallblasen verstärkt wird. Die Larven der Froschlurche sind Pflanzenfresser.
Es gibt bei uns drei Arten der Niederen Froschlurche, die zur Familie der Scheibenzüngler gehören. Sie haben scheibenförmige Zungen, die nicht ausklappbar sind. Die Pupillen der Unken sind herzförmig.
Die Familie der Krötenfrösche bildet den Abschluss der Niederen Froschlurche. Sie weisen Merkmale von Echten Fröschen und Echten Kröten auf und haben dabei glatte Haut, senkrechte Pupillen und stark vortretende Augen. Die bis 18 cm langen, extrem großen Larven überwintern oft. Sie sind danach größer als nach ihrer Metamorphose zum erwachsenen Tier.
Zur Familie der Echten Kröten gehören drei Arten. Typisch für sie sind die warzige, trockene Haut und die waagerechten Pupillen.
Laubfrösche haben in der Regel eine glatte Haut, eine kurze Schnauze, lange Sprungbeine und leben überwiegend auf Büschen, Bäumen und anderen Pflanzen. Dank ihrer charakteristischen Haftscheiben an den Finger- und Zehenenden können sie ausgezeichnet klettern.
Unter Grünfröschen werden drei schwer unterscheidbare Arten zusammengefasst. Sie sind am Ufer zu finden und überwintern im frostfreien Bodenschlamm. Teich- und Seefrösche sind „echte“ Arten, der Wasserfrosch ist vermutlich der Bastard aus beiden, er kommt meist mit einer der Elternarten vor. Alle drei haben Schwimmhäute bis zu den Zehenspitzen als Anpassung an das Wasser. Typisch sind die zwei mundrandständigen, äußeren Schallblasen. Die Grünfrösche laichen spät im Jahr. Die drei Braunfrösche haben eine typische braune Färbung mit dunklem Fleck an den Schläfen. Die Männchen besitzen innere Schallblasen.