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Wissenswertes über Schmetterlinge

Taubenschwänzchen an orangefarbener Blüte, Foto: www.pixelio.de
Obwohl Taubenschwänzchen zu den Nachtfaltern gehören, sind sie tagaktiv.

Ungeahnte Vielfalt

Schmetterlinge sind bis auf die Antarktis auf allen Kontinenten verbreitet. Weltweit gibt es mehr als 180.000 Arten – in Deutschland leben etwa 3.700. Die meisten davon sind Nachtfalter, nur etwa 190 Arten gehören zu den Tagfaltern. Gemeinsames Merkmal der Tagfalter sind ihre leicht keulenförmig verdickten Fühlerspitzen. Alle zugehörigen Familien weisen dieses Merkmal auf: die Dickkopffalter, Ritterfalter, Weißlinge, Bläulinge, Würfelfalter und Edelfalter. Die Fühler der Nachtfalter sind dagegen häufig gefiedert.

Gut zu erkennen: farbenfrohe Tagfalter

Tagfalter sind oft auffällig und bunt. Die Farbmuster dienen teils dem Zusammenfinden der Geschlechter, teils als Tarnung, aber auch zum Drohen oder Warnen. Die meisten Tagfalter lieben das Sonnenlicht und sind als bunte Blütenbesucher wohlbekannt. Manche betätigen sich auch als Pflanzenbestäuber. Nachtfalter sind dagegen oft unscheinbar und dunkel gefärbt. Im Sitzen legen sie die Flügel an den Untergrund und sehen dann wie ein Fleck aus oder "verschmelzen" mit der Unterlage, so dass man sie nur schwer entdeckt. Da sie sich nachts am Stand des Mondes orientieren und dabei von hellen Lichtquellen abgelenkt werden, kommen sie häufig durch offene Fenster in beleuchtete Wohnungen.

Aurorafalter an Wiesenschaumkraut; Foto: W.Schön/BUND
Aurorafalter bewohnen sowohl magere trockene als auch feuchte Wiesenbereiche.

Tagfalter sind überall

Tagfalter begegnen uns in ganz verschiedenen Lebensräumen, selbst auf Blumenrabatten im Zentrum von Großstädten. Dennoch sind viele Tagfalter an bestimmte Lebensräume gebunden. So kommt der Hochmoor-Gelbling nur auf Hochmooren vor oder der Fetthennen-Bläuling nur in Flusslandschaften. Andere Arten sind in sehr unterschiedlichen Lebensräumen anzutreffen. Der Aurorafalter zum Beispiel lebt in manchen Regionen auf Feuchtwiesen und in anderen Gebieten auf Trockenrasen. Und es gibt wandernde Arten, die an keinen bestimmten Lebensraum gebunden sind.

Tagfalter als Indikatoren

Schmetterlinge reagieren sehr empfindlich und schnell auf Veränderungen in ihrer Umwelt und sind deshalb hervorragende Indikatoren für den Zustand der Landschaft und der biologischen Vielfalt. Weil sie leicht zu bestimmen sind, fungieren insbesondere die Tagfalter gewissermaßen als Frühwarnsystem. Aufgrund der oft ausgeklügelten Ansprüche verschwinden sie bei Beeinträchtigungen ihres Lebensraumes rasch aus der Landschaft. Diese Ursachen reichen vom Klimawandel bis zur intensiven Landwirtschaft.



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Foto: eyewire / fotolia.com
Willi Wanstschrecke

Der BUND Bingen nahm die Landesgartenschau zum Anlass, auf den Verlust vieler Schmetterlingsarten aufmerksam zu machen und legte einen besonders schmetterlingsfreundlichen Mustergarten an.

Broschüre "Schmetterlinge schützen"

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