Wildblumen gedeihen am besten auf nährstoffarmen (mageren) Böden. Saatmischungen und Stauden sind im Fachhandel erhältlich. Eine Übersicht finden Sie unter www.naturgarten-fachbetriebe.de. Wildblumenmischungen für Magerstandorte erbringen Nektar für viele Falter und gleichzeitig Futter für die Raupen seltenerer Arten wie Aurorafalter , Hauhechelbläuling, Schachbrettfalter oder Taubenschwänzchen (ein tagaktiver Nachtfalter, der wie ein Kolibri um die Blüten schwirrt).
Wer keinen nährstoffarmen Boden zur Verfügung hat, kann auch auf fetteren Böden ein Blumenbeet für Schmetterlinge anlegen. Aber aufgepasst: Nur mit den richtigen Blüten lockt man Schmetterlinge an.
Tipp: Mähen Sie den Rasen nicht öfter als sechsmal im Jahr und nur mit größerem Bodenabstand.
Keine Schmetterlinge ohne Raupen
Wer in seinem Garten nicht nur auf zufällig durchfliegende Falter warten möchte, muss auch darauf achten, dass die Raupen satt werden, und ein paar angefressene Blätter in Kauf nehmen. Schmetterlinge bleiben nur dort länger, wo sie die richtigen Fraßpflanzen für ihren Nachwuchs finden.
Vielfalt schaffen
Als Faustregel für schmetterlingsfreundliche Gärten gilt: je naturnäher vielfältiger, desto attraktiver. Denn viele Schmetterlingsarten sind in ihren verschiedenen Lebensstadien auf unterschiedliche Pflanzen und Standorte angewiesen. Gärten, die nur aus Rasenflächen, Fichten und Thuja-Hecken bestehen, sind nicht nur weniger farbenfroh, sondern auch ungeeignet für Schmetterlinge.
Auf Gifte verzichten
Verzichten Sie auch auf synthetische Schädlingsbekämpfungsmittel! Sie wirken direkt gegen Raupen und oft auch gegen ausgewachsene Falter. Auch synthetische Dünger und Torfprodukte können für Schmetterlinge und Raupen giftige Stoffe enthalten. Sie wegzulassen schadet nicht einmal Ihrer Gartenpracht: Die meisten Schmetterlingspflanzen wachsen ohnehin am besten auf mageren, also nährstoffarmen Böden. Torf schadet Schmetterlingen zudem schon bei der Gewinnung: Moore sind Lebensraum besonders gefährdeter Arten.