Ungeahnte Vielfalt
Schmetterlinge sind bis auf die Antarktis auf allen Kontinenten verbreitet. Weltweit gibt es mehr als 180.000 Arten – in Deutschland leben etwa 3.700. Die meisten davon sind Nachtfalter, nur etwa 190 Arten gehören zu den Tagfaltern. Gemeinsames Merkmal der Tagfalter sind ihre leicht keulenförmig verdickten Fühlerspitzen. Alle zugehörigen Familien weisen dieses Merkmal auf: die Dickkopffalter, Ritterfalter, Weißlinge, Bläulinge, Würfelfalter und Edelfalter. Die Fühler der Nachtfalter sind dagegen häufig gefiedert.
Gut zu erkennen: farbenfrohe Tagfalter
Tagfalter sind oft auffällig und bunt. Die Farbmuster dienen teils dem Zusammenfinden der Geschlechter, teils als Tarnung, aber auch zum Drohen oder Warnen. Die meisten Tagfalter lieben das Sonnenlicht und sind als bunte Blütenbesucher wohlbekannt. Manche betätigen sich auch als Pflanzenbestäuber. Nachtfalter sind dagegen oft unscheinbar und dunkel gefärbt. Im Sitzen legen sie die Flügel an den Untergrund und sehen dann wie ein Fleck aus oder "verschmelzen" mit der Unterlage, so dass man sie nur schwer entdeckt. Da sie sich nachts am Stand des Mondes orientieren und dabei von hellen Lichtquellen abgelenkt werden, kommen sie häufig durch offene Fenster in beleuchtete Wohnungen.