BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Brücken für den Fischotter

Zwar werden sie heute nicht mehr wegen ihrer dichten Felle gejagt, aber dennoch ist der Mensch dafür verantwortlich, dass die Fischotter heute zu den am stärksten bedrohten Säugetieren in Deutschland zählen.

In ganz Deutschland leben nach Schätzungen nur noch 700 bis 1.200 Fischotter. In vielen Teilen Europas sind sie bereits ausgestorben und auch bei uns steht ihr Überleben auf Messers Schneide. Wenn wir nicht entschlossen dafür sorgen, dass sich Fischotter wieder sicher in ihren Revieren fortbewegen können, werden sie auch hier bald aus Bächen und Flüssen verschwunden sein.

Fischotter, Foto: www.pixelio.de

Immer weiter drängt der Mensch die Natur zurück – er kanalisiert und verschmutzt Flüsse, legt Feuchtgebiete trocken, zerschneidet große Reviere durch Straßen. Um noch Lebensräume zu finden, die groß genug für fortpflanzungsfähige Populationen sind, wandern die Otter häufig viele Kilometer an Bach- und Flussufern entlang. Versperrt eine Brücke den Weg, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als über die Straße zu laufen, denn Otter schwimmen nur ungern unter Brücken hindurch.

Doch es gibt Möglichkeiten den Tieren das Überleben zu sichern. In ihrer Freizeit sind BUND-Aktive viele hundert Stunden im Jahr für den Schutz der Fischotter unterwegs. So schafft beispielsweise der Arbeitskreis Fischotterschutz Neubrandenburg Verbindungen zwischen isolierten Lebensräumen und sorgt so für sichere Übergänge an verkehrsreichen Straßen. Bis heute haben BUND-Aktive fast 1400 Brücken auf ihre „Ottertauglichkeit“ untersucht und geholfen, über 150 "otterfeindliche" Brücken so umzugestalten, dass die Tiere nun keine Straßen mehr kreuzen müssen. Viele weitere Umbauten müssen folgen.

BUND-Aktive erarbeiten außerdem Otterschutzkonzepte für Behörden, leisten Überzeugungsarbeit auf politischer Ebene und in der Öffentlichkeit und helfen mit ihrem Wissen, den Fischotterschutz auch in jenen Bundesländern voranzutreiben, in denen einzelne Tiere gerade versuchen, sich wieder anzusiedeln.

Und Sie können unseren Ehrenamtlichen unterstützen: Jede Spende – seien es 50, 30, 15 Euro oder jeder andere Betrag – hilft. So können wir beispielsweise Infrarot-Kameras anschaffen, um die nächtlichen Wanderwege der Otter zu ermitteln,
gerichtlich gegen das Zubetonieren von Flussufern vorgehen und den Ottertod auf den Straßen verhindern. Spenden Sie jetzt online.

Wenn Sie Ihren Beitrag lieber überweisen möchten, nutzen Sie bitte unser Spendenkonto, Stichwort „Otterschutz“.
BUND-Spendenkonto:
Kontonr. 232
Sparkasse Köln/Bonn
BLZ 370 501 98

Links

Quelle: http://www.bund.net/bundnet/spenden/unsere_projekte/fischotter_schuetzen/